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Allgemeine Informationen für Touristen

Visum
Visa ohne Stress: Ihre visumpflichtige Auslandsreise muss nicht mit zeitraubenden Formalitäten beginnen. Ein Visum kann man im Flughafen in Eriwan als auch via Internet bekommen.
Klima

Das Klima ist vorwiegend kontinental, milder als Ostanatolien, mit eher kurzen Wintern, trocken (z.B. Eriwan ca. 350 mm Niederschlägen hauptsächlich im Winter und Frühjahr). Durchschnittliche Temperatur im Juli +35 C und - 5 C im Januar. Armenien ist ein Sonnenland (333 sonnige Tage im Jahr).

Geographie

Der heutige Staat Armenien liegt im Osten des sog. „Hochlands von Armenien“. Zentrum ist die Ebene um Eriwan, gegenüber dem „Heiligen Berg“ der Armenier, der aber heute in der Türkei liegt. Die Topographie Armeniens ist extrem kleinräumig, abwechslungsreich und sehr reizvoll. Flussläufe und Gebirgspässe aller Art spielen dabei eine besondere Rolle. Alle Landesteile sind mit dem Fahrrad übrigens relativ gut zugänglich.

Hauptstadt: Eriwan

Zeitzone: GMT +4

Währung

Armenischer Dram. Regelungen zur Zoll- und Devisendeklaration normalerweise bei Einfachreisenden unproblematisch.

Exchange Rates

Der Bezug von Bargeld ist möglich an vielen Geldautomaten. Bargeldumtausch macht man in einer der zahlreichen Wechselstuben.

Sprache
Amtssprache - Armenisch. Russisch und Englisch sind weit verbreitet.
Verkehr

Es gibt direkte Flüge nach Europa, Asien, GUS- Länder und Mittleren Osten.

Die Flüge nach Armenien werden durch Aeroflot, British Airways, Austrian Airlines, Czech Airlines, Armenian Airlines, Sirian Airlines, Belavia und Lufthansa durchgeführt.

Öffentliche Verkehrsmittel sind Busse, Taxis, Minitaxis und auch U-Bahn in Eriwan ab 6:30 bis 23:30 Uhr.

Telefon

Vorwahl Armeniens +374

Vorwahl Eriwans + 10

Religion
Überwiegend Christentum
Geschichte des Armeniens
Als Noah auf das Berg Ararat landete, so trat er als Erste auf dem Land der sprechenden Steine, das heute als Staat Armenien bekannt ist. Hier von Anfang an lebte armenisches Volk - einer von ältesten Völker der Welt, und schafte über drei Jahrtausend bis heute seine reiche Historie und Kultur.
Armenien nimmt als Erste das Christentum als Staatsreligion im 301 Jahr an.
Heute ist Armenien ein kleines, bergisches Land im Suedkaukasus zwischen Kaspischen und Schwarzen Meeren. Das Land ist mit seiner reichen Kultur, warmen Klima, mehreren Sorten von süßigen Früchten und freundlichen Bürger bekannt.
Die Landesfläche Armeniens ist etwa so groß wie Belgiens, aber es ist sehr vielfaeltig: der Sewansee, Skisportszonen, Schluchte, Canone, ??eler, Gebirgspaeße, die an die Alpen erinnern. Wegen seiner reichen Natur nennt man Armenien “Eden fuer Maler”. Es ist auch wie ein “Museum” unter freiem Himmel.

Der Name des Armeniens ist Haj und das Land – Hajastan.

Über das Land Haias haben wir folgendes: In den bereits seit Jahrtausenden von Nomaden bevölkerten Hochtälern des heutigen Armenien siedeln sich u.a. die indogermanischen Hethiter und die semitischen Hurriter an. An der Volkwerdung nahmen verschiedene Stämme und Stammesverbände teil, die sich allmählich zu einem Volk zusammenschlossen. Eine führende Rolle in diesem komplizierten Prozess spielen die Stämme, deren Sprache zur indogermanischen Sprachfamilien gehöhrte. Die Forscher heben den Stammesverband Haias hervor, auf den sie die Selbstbezeichnung der Armenier "HAJ" zurückführen.

Aus dem Stammesbündnis der im Gebiet der heutigen Ost-Türkei und im heutigen Armenien lebenden Bergvölker entsteht im 1. Jahrtausend v. Chr. das Urartu-Großreich mit der Hauptstadt Tuschpa. Dieses Großreich baute ein großes und schönes Schloß Erebuni (782 v. Chr.), woher auch der Name der heutigen Hauptstadt Erewan stammt.
Nach dem Urartu herrschte in Armenien Dynastie von Ervandunis, die später in der Vassalenschaft der Persien kam.
Der persische Achämenidenkönig Kyros II. erobert Armenien und das Reich der Meder (und wenig später auch das Reich der Lyder in Anatolien sowie bis 539 ganz Vorderasien). Nachdem der Makedonier Alexander der Große in raschem Siegeszug Anatolien erobert hat, unterwirft er nun auch das Gebiet des heutigen Armenien und bis 323 fast das gesamte restliche Perserreich, das sich inzwischen bis nach Ägypten erstreckt.
Es entwickeln sich zwei voneinander unabhängige, von armenischen Herrschern regierte Fürstentümer: Groß-Armenien unter Artaxias I. und das westlich des Euphrat gelegene Klein-Armenien unter Zariadris.
Wie grichischer Historiker Strabon berichtet, dass ganzes Volk auf einer Sprache- auf Armenisch sprachte. Anderer Historiker- Plutarch schrieb ueber armenische Hauptstadt Artaschad als einer der derzeit schoensten und grossen Staedten, die auf Silkweg, der in alten Zeiten als Bruege zwischen Osten und Westen war, liegte.
Im ersten Jahrhundert vor Chr. Der Artaxide Tigranes II. (95-55) vereint die beiden armenischen Fürstentümer zu einem Großreich, das sich für kurze Zeit vom Mittelmeer im Südwesten bis zum Kaspischen Meer im Osten erstreckt. Das waren die goldene Zeiten für Armenien.

Nach jahrhundertelangen Kämpfen zwischen Römern und Persern um die Vorherrschaft in Vorderasien gerät der größte Teil Armeniens wieder unter die Herrschaft der Perser (Sassaniden) im zweiten Jahrhundert nach Chr..
Mit Hilfe der Römer gelingt es dem Armenier Tiridates III., die Sassaniden aus Armenien zu vertreiben. Er nimmt den christlichen Glauben an und erklärt das Christentum zur Staatsreligion im 301. Armenien wurde so der erste stark christlich geprägte Staat der Welt.
Im Jahre 405 der christliche Mönch Mesrop Mastots /Maschtots/ entwickelt das (noch heute gebräuchliche) aus 38 Zeichen bestehende armenische Alphabet.

Am Anfang des 5. Jahrhunderts wird Armenien zwischen dem persischen und dem oströmischen Reich (Byzanz) aufgeteilt und ab 640 Armenien kommt unter die Oberherrschaft der islamischen Araber.
Im 8. Jahrhundert mit Billigung der Araber und der Byzantiner begründet der Armenier Aschot I. die Bagratiden-Dynastie, und das selbständige Königreich Armenien - es war etwa zehnmal so groß wie das heutige Armenien und umfaßt auch den Osten der heutigen Türkei - erlebt eine wirtschaftliche und kulturelle Blütezeit. Während drei Jahrhunderten Armenien hatte die Möglichkeit ihre Kultur und Wissenschaft zu entwickeln. Im 961 Ani wurde ofizielle Hauptstadt des Armeniens, die wegen ihrer vielen imposanten Sakralbauwerke auch Stadt der 1001 Kirchen genannt wurde.
Mit den türkischen Seldschuken aus Zentralasien trat eine neue expansive muslimische Macht auf. Am 16. August 1064 eroberten und verwüsteten die Seldschuken Ani, die armenische Hauptstadt.
In der Folge gründeten armenische Flüchtlinge 1080 in Kilikien ein unabhängiges Fürstentum von Kleinarmenien unter den Rubeniden. Diese verbündeten sich mit den Kreuzfahrern gegen Byzantiner und Türken und umgekehrt. Leo II. (1189-1219) erhielt 1199 den Königstitel. 1342 fiel das Königreich an die katholischen Lusignans von Zypern. Drei jahrhundertelang koennte armenisches Volk sein Kultur und Wissenschaft zu entwickeln. Leider,als die Hauptstadt Sis im Jahr 1375 von den ägyptischen Mamluken erobert wurde, ging mit Kleinarmenien das letzte eigenständige Staatsgebilde der Armenier bis zum 20. Jahrhundert unter.
Wieder kommen graue Zeiten für Armenien, zwischen den 15-17. Jh. Armenien war ein Kampfplatz für Osmanische Türkei und Persien. Im 1639 die beiden teilten Armenien unter sich. Der russische Zar Nikolaus I. kann den von Persien besetzten Teil des historischen Armenien seinem Reich einverleiben, und der Fluß Araks wird zur neuen russisch-persischen Grenze. Armenische Kirchen und Schulen werden geschlossen, die armenische Sprache wird verboten.
Ab 1894 die Unabhängigkeitsbewegung der christlichen Armenier in Ostanatolien wird von den osmanischen Truppen blutig niedergeschlagen. Mindestens 200.000 Armenier verlieren dabei ihr Leben. Bei erneuten Massakern der osmanischen Truppen unter der armenischen Bevölkerung kommen erneut mindestens 100.000 Menschen ums Leben. Im 1915 beginnt es der Vernichtungsfeldzugs der sogenannten "Jungtürken" gegen die in Ostanatolien lebenden Armenier und es werden mindestens einundhalb (1.5 Mio) Millionen Menschen massakriert. Türkische Regierung leugnet sich bis heute.
Im 1918 erklärt sich Armenien zur unabhängigen Republik, die weite Teile Ostanatoliens umfaßt und wo im November 1920 ein Sowjetstaat gegründet wurde.
21. September 1991 ist Tag der Republik Armenien und sein Unabhängigkeitstag.

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