Noraduz
Ein Historischer Khachkar-Friedhof in Armenien
(Höhe: 1930 m)
Noraduz, gelegen nahe dem Sewansee, ist ein bedeutender mittelalterlicher Friedhof, bekannt für seine gut erhaltenen Khachkars (Kreuzsteine), die das christliche Erbe Armeniens symbolisieren. Als eines der größten Dörfer am rechten Ufer des Flusses Gavara beherbergt Noraduz zahlreiche historische Stätten und alte Kunstwerke. Im Zentrum des Dorfes steht die Muttergottes-Kirche, die im 9. Jahrhundert vom Prinzen Sahak Ishkhan von Gegharqunik erbaut wurde. Am Rand des Dorfes befindet sich eine weitere Kirche, St. Gregor der Erleuchter, die aus dem 9. bis 10. Jahrhundert stammt.
Der Friedhof in Noraduz ist für seine bemerkenswerte Sammlung an Khachkars berühmt, die größtenteils aus dem 13. bis 17. Jahrhundert stammen und nach Familien und Clans geordnet sind. Nach der Zerstörung der größten Khachkar-Sammlung in Nakhichevan, Aserbaidschan, gilt Noraduz heute als die größte Khachkar-Sammlung Armeniens. In der Nähe von Noraduz, in der Region Shor-Gol, wurden Gräber aus der Bronze- und Eisenzeit entdeckt, die Pfeile, Schmuck und andere wertvolle Artefakte enthielten, was die historische Bedeutung der Region weiter unterstreicht.
