Sanahin – Haghpat
Das Sanahin Kloster zählt zu den berühmtesten Klöstern des mittelalterlichen Armeniens. Dieser Klosterkomplex besteht aus mehreren Gebäuden: der Hl. Mutter Gottes Kirche, der St. Amenaprkich Kirche, der Hl. Gregory Kapelle (10. Jahrhundert), einem Akademiegebäude (11. Jahrhundert), einem Depot (11. Jahrhundert), einem Galeriegebäude (10. Jahrhundert), einem Vorraum (12. Jahrhundert) und Glocken (13. Jahrhundert). Diese Bauten gruppieren sich rund um die alte Kirche der Hl. Jungfrau. Die Akademie von Sanahin, die als Akademie nach Grigor Pahlawuni bekannt war, erlangte historische Berühmtheit durch ihren Fokus auf die Geisteswissenschaften. Viele berühmte armenische Wissenschaftler unterrichteten hier. Bereits im 12. Jahrhundert gab es an Sanahin ein Medizinstudium. Einer der berühmten Absolventen war der nationale Sänger und Musiker Sayat Nova.
Das Haghpat Kloster, das im Nordosten von Sanahin liegt, wurde im ähnlichen Stil wie Sanahin erbaut. Der Uhrturm, errichtet im Jahr 1210, ist eines der schönsten Beispiele mittelalterlicher armenischer Architektur. Der Glockenturm des Klosters, der im Jahr 1245 erbaut wurde, steht abseits des Hauptkomplexes und ist architektonisch bemerkenswert. Der Klosterkomplex diente einst als Zentrum für Bibliotheken, Skriptorien, Schulen und Mensen. Es wurden Geisteswissenschaften, Theologie und Malerei unterrichtet. Eine der interessantesten Besonderheiten von Haghpat ist das Refektorium (13. Jahrhundert).
Sowohl Sanahin als auch Haghpat gehören zum Weltkulturerbe der UNESCO.
