Gedenkstätte von Zizernakaberd
8 Tsitsernakaberd Highway, Eriwan 0028Die Gedenkstätte von Zizernakaberd, 1967 in Jerewan errichtet, ehrt die 1,5 Millionen Armenier, die während des ersten Völkermords des 20. Jahrhunderts durch die osmanische Regierung ums Leben kamen. Dieser symbolische Ort ist ein Pilgerziel und ein integraler Bestandteil der Architektur Jerewans.
Das 4.500 Quadratmeter große Gelände umfasst:
- Gedenkmauer
- Heiligtum der Ewigkeit (Gedenkhalle und Ewige Flamme)
- Gedenksäule „Wiedergeborenes Armenien“
1995 wurde anlässlich des 80. Jahrestages des Völkermords das Armenische Genozid-Museum-Institut in der Nähe eröffnet. Dieses Forschungszentrum ist Teil der Nationalen Akademie der Wissenschaften Armeniens und bietet Ausstellungen sowie Führungen in mehreren Sprachen an.
Geschichte der Gedenkstätte
Während der Sowjetzeit war das Gedenken an den Völkermord verboten. Die feierliche Eröffnung der Gedenkstätte am 29. November 1967 war ein bedeutendes Ereignis, das mit dem 47. Jahrestag der Sowjetarmenien zusammenfiel. Tausende Menschen versammelten sich auf dem Hügel von Zizernakaberd, um der Opfer zu gedenken – eine Tradition, die jedes Jahr am 24. April fortgeführt wird.
Armenisches Genozid-Museum-Institut
Eröffnet 1995, umfasst das Museum:
- Ausstellungshallen: 1.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche in vier Räumen (drei geschlossen, einer offen).
- Konferenzsaal: Ein Raum für 170 Personen, gewidmet Komitas.
- Bibliothek und Archiv: Ressourcen für Forschung und Dokumentation.
Das Museum begrüßt Besucher aus aller Welt, darunter offizielle Delegationen, Studenten und Wissenschaftler, und bietet Führungen auf Armenisch, Russisch, Englisch und Französisch an.
Dieser Ort des Gedenkens und Lernens stellt sicher, dass die Geschichte des armenischen Völkermords nicht in Vergessenheit gerät.
